UV-Bestrahlung des Blutes

Viele Krankheiten, besonders chronische Leiden, gehen mit Durchblutungsstörungen einher. Bei manchen Erkrankungen wie der arteriellen Verschlusskrankheit der Beine, der koronaren Herzerkrankung oder Hirndurchblutungsstörungen bis zum Hirnschlag sind diese Zusammenhänge auch für den Laien leicht nachvollziehbar.

Aber auch Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Konzentrationsschwäche, Sehstörungen, Migräne oder Gefühlsstörungen sind oft  Folge von Durchblutungsstörungen und zum Beispiel bei Zuckerkranken können diese auch mit Schmerzen in den Beinen verbunden sein. Und zwar sind hierbei die kleinen und kleinsten Blutgefäße betroffen, obwohl die Großen frei durchgängig sein können!

Häufig sind Störungen in der Funktion der Organe durch zu dickflüssiges Blut bedingt (Mikrozirkulationsstörungen) oder es besteht sogar die Gefahr von Thrombosen. In derartigen Fällen hilft die Bestrahlung des Blutes mit UV-Strahlen (UV-B) durch:

  • eine Verbesserung der Sauerstoffaufnahme der Zellen,·
  • einen verbesserten Energiehaushalt der Zellen durch eine gesteigerte Sauerstoff-Ausnutzung
  • eine Verbesserung der Durchblutung in allen Organen.

Was passiert alles bei der UV-B?

Etwa 50ml Blut werden aus einer Vene entnommen und mit Zitronensäure ungerinnbar gemacht. Danach wird dieses Blut in einer speziellen Apparatur zweimal an einer energiereichen Ultraviolett-Lichtquelle mit einem ganz bestimmten Wellenspektrum vorbeigeleitet. Schließlich wird das Blut in die Armvene zurückgespritzt. Der gesamte Zeitaufwand beträgt etwa 10 Minuten.

Dabei entstehen so genannte aktivierte Sauerstoffstufen, welche eine starke biologische Wirkung haben und eine Vielzahl von Körperfunktionen und Stoffwechselvorgängen beeinflussen. Diese Wirkungen dauern auch nach der Behandlung noch eine ganze Weile an. Die UV-B hat also einen Langzeiteffekt.

Durch die Vielzahl von Einflüssen auf den Stoffwechsel und auch auf das Immunsystem eignet sich die UV-B auch ganz wirkungsvoll zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, mangelhaft eingestelltem Blutzucker und Begleiterkrankungen der Zuckerkrankheit sowie der Gicht. Weiterhin ist sie ein ausgezeichnetes Heilmittel bei den meisten Lebererkrankungen.

Von immenser Wichtigkeit ist auch die gute Wirkung bei Abwehrschwäche gegen Infektionen. Der Abwehr mobilisierende Effekt wird auch bei der Krebsbegleittherapie ausgenutzt. Hier findet sie vor allem zur Stabilisierung vor oder nach schweren Operationen, vor, während oder nach Chemotherapien und Bestrahlungen ihre Anwendung. Sie ist in der Lage die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlungen zu mildern und die Lebensqualität von Krebskranken zu verbessern.

Eine gute Verträglichkeit der UV-B

Sie ist frei von ernsten Nebenwirkungen und in ihrer Durchführung ohne besondere Risiken. Sie kann beispielsweise auch während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Marcumar-Einnahme bedenkenlos durchgeführt werden.

Was sollte bei der Durchführung der UV-B beachtet werden?

Während einer UVB-Serie sollte kein übermäßiges körperliches Training erfolgen. Bitte ruhen Sie nach einer Therapie mehrere Stunden! Die Einnahme von Vitaminpräparaten muss unter Umständen für die Zeit der Behandlung unterbleiben.

Wie oft sollte die UV-B durchgeführt werden?

Meist werden anfangs zwei Behandlungen/Woche und später eine Behandlung/Woche benötigt. Insgesamt sollten bei der ersten Therapieserie 10 Behandlungen erfolgen. Nach unterschiedlichen Intervallen werden einzelne oder wenige Auffrischungstherapien gemacht. Das Behandlungsprogramm wird individuell auf Sie angepasst.